Mittwoch, 28. August 2013

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

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Der Roman Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes, erschienen im rowohlt POLARIS Verlag, erzählt die Geschichte über die Begegnung zweier Menschen und zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein können.

Will Traynor ist im Jahr 2007 ein aufstrebender junger Geschäftsmann, der alles besitzt was man sich für sein Leben wünscht. Er ist gut aussehend, erfolgreich, reich und bewegt sich in den besten Kreisen. Als Teilhaber einer Firma, die sich mit Firmenfusionen beschäftigt, gehört er zu den Besten seiner Branche.
Er datet die hübschesten Frauen, macht exotische Reisen, und sucht immer nach dem ganz großen Kick, bis ein Unfall sein Leben für immer verändert.

Louisa Clark wohnt in einer kleinen Touristenstadt, in der Sie geboren und aufgewachsen ist. Mit Ihren 27 Jahren lebt Sie zusammen mit Ihren Eltern, ihrer jüngeren Schwester und deren Sohn und Ihrem Großvater unter einem Dach. Die Familie leidet unter stetigen Geldsorgen, der Angst vor Arbeitslosigkeit und Verlust. Louisa arbeitet in einem Café. Sie liebt Ihren Job und genießt es, die verschiedenen Menschen und Geschichten, die dort zusammenfließen zu erleben und ein Teil jener Geschichten zu werden. Ansonsten verläuft sich ihr Leben in einer immer wiederkehrenden Routine aus Arbeit, Familie und Ihrem langjährigen Freund Patrick. Bis zu dem Tag an dem das Café geschlossen wird, und Louisa mit einem mal auf der Straße sitzt.
Doch dann trifft Sie Will...

Jojo Moyes gibt in Ihrem Roman dem Wort Liebe eine ganz neue Bedeutung.
Denn bei Ihrer neuen Stelle trifft Louisa als Pflegekraft und Haushaltshilfe auf Will, der nach einem Unfall durch eine schwere Rückenmarksverletzung nahezu vollständig gelähmt ist.
Und Sie trifft auf eine Mauer der Wut, Verzweiflung und Abscheu gegenüber dem Leben, welches Ihm nun auferlegt wurde. Aber auch auf eine Liebe, die sie so nicht für möglich gehalten hätte.

Zu Beginn erinnert die Geschichte von Jojo Moyes einwenig an die Filmkomödie "Ziemlich beste Freunde" aus dem Jahre 2011 (höchst empfehlenswert) basierend auf der Autobiographie "Le second souffle" von Philippe Pozzo di Borgo.
Doch im Verlauf Ihres Romans gestaltet sich die Geschichte von Jojo Moyes noch weitaus ergreifender, tiefgehender und kontroverser.

Durch Louisas Augen sehen wir, mit welchen Problemen Tetraplegiker, wie Will, zu kämpfen haben, und wie sehr diese einem erst auffallen, wenn man einmal selbst dabei gewesen ist.
Als Leser erwischt man sich mehr als einmal, etwas verschämt, dabei, dass man solche Fehler selbst schon begangen hat, wenn man auf einen Menschen mit einer Behinderung getroffen ist. Vom obligatorischen Versuch des Händeschüttels beim ersten Kennenlernen, bishin zum bewussten Ignorieren eines Rohlstuhlfahrers bis er direkt vor einem steht, nur um nicht aufdringlich zu wirken, ist alles dabei. Und erst beim Lesen dieses Buches wird einem wirklich bewusst, wie viele Einschränkungen und Probleme unsere Gesellschaft, trotz aller gleichstellenden Gesetze, nach wie vor für Menschen mit Behinderungen bereithält. Jojo Moyes beschreibt in dieser Geschichte sehr deutlich, wie akribisch schon die kleinsten Schritte geplant werden müssen, bevor man Sie gehen kann.

Über all diese kleineren und größeren Probleme arbeitet Jojo Moyes, so vorsichtig und sanftmütig, dass man es gar nicht kommen sieht, eines der schwierigsten und kontroversesten Themen heraus, welches es momentan gibt. Denn was tut man, wenn man mit dem Zustand in dem man sich befindet nicht mehr leben möchte? Wie geht man damit um, wenn ein geliebter Mensch um das Sterben bittet?
Diese Frage ist mit einem großen Knall auf einmal da, und für Louisa und Will und seine ganze Familie beginnt ein Tanz um genau diese Fragen... "Wie lebenswert ist mein Leben, wenn es nicht mehr das Leben ist, welches ich mir ausgesucht habe?" "Mit freiem Willen, darf ich nicht selbst entscheiden wann und wie mein Leben endet?" aber auch "Wie kann ich einen Menschen den ich liebe bei einem solchen Schritt unterstützen, wenn es mir selbst das Herz bricht?" und "Ist aktive Sterbehilfe Mord?"

Jojo Moyes beschreibt in Ihrem Buch den Kampf darum, ein ungewolltes Leben wieder lebenswert zu gestalten und eine Liebe, die auf schräge Blicke und falsche Gedanken stößt, aber so richtig ist, wie etwas nur richtig sein kann.
Dieses Buch drückt nicht Teufel komm raus auf die Tränendrüse, sondern ist so sanft und dezent, dass einem ab und an ganz unbewusst die Tränen kommen.
Und genau so unbewusst huscht einem auch ein Lächeln über die Lippen, denn Jojo Moyes Art zu schreiben lässt einen Louisa und Will direkt vor sich sehen.

Ein tolles Buch, einfühlsam und dezent geschrieben, frei von unnötigen Klischees, gespickt mit Witz und Charme.

Kritiken
" Du liebe Güte, was für ein großartiges Buch! Mir fallen gar nicht genug Superlative ein. Mir ist ganz schlecht, soviel habe ich geweint. Es ist unfassbar bewegend und so mutig, übber ein solch sensibles Thema zu schreiben. Eine großartige Protagonistin, glaubwürdig, echt, liebenswert, sympatisch. Und was für eine Liebesgeschichte! Mit so viel Wärme erzählt. Mein Buch des Jahres bisher. Unbedingt lesen. - Marian Keyes

Eine bittersüße Geschichte über Lieben, Lernen und Loslassen - Daily Mail


Platz 1 der Kultur Spiegel Bestsellerliste

Meine Lieben, ich sage euch, lasst euch dieses Buch nicht entgehen.

Wenn euch die Rezension gefallen hat, dann freut euch mit mir schon auf die nächste.
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